Kapitalanlagen

Kapitalanlagen

Sichere Renten zu bieten, macht ein professionelles Kapital-management in der Altersversorgung aus. Dabei stellt sich die PKDW den aktuellen Herausforderungen, wie einer steigenden Lebenserwartung, einer andauernden Niedrigzinsphase sowie Schwankungen an den Kapitalmärkten.

Wir bevorzugen vor allem festverzinsliche Wertpapiere, um eine Ertragsstabilität zu gewährleisten. Die Strategie ist langfristig ausgelegt, beinhaltet aber eine fortwährende Überprüfung und Optimierung der Vermögensanlagen. Zur Ertragssteigerung und zur Diversifikation der Kapitalanlagen werden andere Anlageklassen, wie z.B. Immobilien aber auch Aktien dem Kernbestand der Renten beigemischt.

Den hohen Anforderungen der Bundesanstalt für Finanzdienst-leistungsaufsicht (BaFin) in Bezug auf langfristige, kontinuierliche und ertragsstarke Kapitalanlagen werden wir seit Jahren gerecht.

Erklärung zu ökologischen, sozialen und ethischen Aspekten der Kapitalanlage

Grundlegend führen marktwirtschaftliche Rahmenbedingungen zu ethisch vertretbaren Entscheidungen. Dies gilt auch für die Kapitalanlage von Versorgungswerken. Daher steht das marktwirtschaftliche Erwerbsprinzip bei der Kapitalanlage der Pensionskasse im Vordergrund. Die PKDW meidet jedoch Investments, die nach Einschätzung des Managements Erträge durch Missachtung ökologischer, sozialer und ethischer Vorstellungen größerer Bevölkerungsgruppen erzielen. Diese Aspekte der Kapitalanlage treten jedoch regelmäßig hinter den Zielen einer sicheren und rentablen Anlagepolitik zurück.

Die Kapitalanlagestrategie geht darauf ein, wie die Anlagepolitik ökologischen, sozialen und die Unternehmensführung betreffenden Belangen Rechnung trägt, was 2019 erstmals von der Richtlinie für Einrichtungen der Betrieblichen Altersversorgung (EbAV-II-Richtlinie) gefordert wird. Die PKDW beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dieser Thematik in der Kapitalanlage. So werden seit jeher Investments vermieden, die nach unserer Einschätzung Erträge durch Missachtung ökologischer, sozialer und ethischer Vorstellungen größerer Bevölkerungsgruppen erzielen. Diesen ESG (Environmental-Social-Governance)-Ansatz kommunizieren wir gegenüber unseren Versorgungsanwärtern und -empfängern jährlich in aktualisierter Version in den Kontoauszügen.

Die EbAV-II-Richtlinie haben wir nun zum Anlass genommen, bestehende ESG-Prozesse weiterzuentwickeln. Wir haben die am Markt verwendeten Ansätze Best-in-Class, Negativauswahl und Engagement analysiert und uns schließlich für den Engagement-Ansatz entschieden. Unsere Verpflichtung mit nachhaltigen Themen und Projekten haben wir intern in einem Neue-Produkte-Prozess dokumentiert. Gezielt wurden bereits in diesem Jahr Investments in einem Renewable Energy Fund (Erneuerbare Energien) und in Greenbonds getätigt. Der Prozess soll nun in den Folgejahren weiterentwickelt werden und gezielt zu weiteren Investments führen.

 

Informationen zur Anlagepolitik für das Jahr 2020

Gemäß §234i VAG „Anlagepolitik“ legen wir eine Erklärung zu den Grundsätzen der Anlagepolitik vor. Weiterhin erläutern wir das Verfahren der Risikobewertung und der Risikosteuerung.

Die Anlagepolitik der Pensionskasse ist seit mehreren Jahren darauf ausgerichtet, die Folgen der andauernden Phase niedriger Zinsen und geringer Risikoaufschläge abzufedern. Dabei gilt es negative Auswirkungen für die Mitglieder und Trägerunternehmen zu vermeiden.

Die langfristige strategische Ausrichtung der Pensionskasse wird im Rahmen eines 5-jährigen revolvierenden Asset-Liability-Prozesses festgelegt. Die jährliche Überprüfung erhält Unterstützung durch eine externe Studie einer Geschäftsbank. Im Oktober 2019 sind die Ergebnisse dieser ALM-Studie präsentiert worden, damit nach Rundschreiben 11/2017 B.2.4. „die strategische Anlagepolitik verifiziert oder die Auswirkungen veränderter Rahmenbedingen oder strategischer Entscheidungen angemessen bewertet und analysiert werden können“.

Auf der Aktivseite macht die Studie zwei Vorschläge. Der kurzfristig orientierte Vorschlag reduziert die Risikoassets und führt bereits nach kurzer Zeit dazu, dass nicht mehr ausreichend hohe Erträge erzielt werden. Der langfristig orientierte Vorschlag erhöht die Risikoassets, insbesondere die Aktien- und Private Equity-Quote gegenüber dem Status Quo. Damit lässt sich die Wahrscheinlichkeit des Verfehlens der passivseitigen Rendite deutlich reduzieren, auch das absolute Volumen des Verfehlens nimmt deutlich ab. Aber auch in dieser Variante wird der Ergebnisbereich nicht adäquat abgedeckt. Somit geht aus dem ALM-Prozess die Empfehlung hervor, die Passivseite zu reduzieren.

Die PKDW greift grundsätzlich den langfristig orientierten Anlagevorschlag der ALM-Studie auf und führt damit die Allokation aus 2019 fort. Anlagephilosophie ist es, dem gegebenen Kapitalmarktumfeld mit einer breit diversifizierten Kapitalanlage zu begegnen, die Renditechancen nutzt und Risiken breit streut.

Nach §234i VAG ist die strategische Anlagepolitik alle 3 Jahre zu überprüfen. In der jährlichen Überprüfung des ALM-Prozesses ist jetzt jedoch Handlungsbedarf sichtbar geworden, sodass sich die beabsichtigte Anlagepolitik wie folgt darstellt:

Neuinvestitionen sollen weiterhin zur bilanziellen Stabilisierung bevorzugt in der Direktanlage und nur vernachlässigbar in den Fondsmandaten erfolgen.

Der Schwerpunkt der Kapitalanlage liegt in den festverzinslichen Wertpapieren. An der Diversifikationsstrategie wird dabei festgehalten. Zusätzliche Renditeverbesserungen sollen durch Umschichtungen innerhalb der Festverzinslichen erzielt werden. Die einzelnen Anleiheklassen innerhalb der Rentenpapiere stellen sich wie folgt dar (dargestellt wird der Mittelwert von Bandbreiten, jeweils Buchwerte):

  • Staatsanleihen Euroland 3,8%
  • Staatsanleihen Euroland Peripherie 3,8%
  • Bonitätsstarke Anleihen 35,0%
  • Staatsanleihen Euroland Fonds 0,8%
  • Renten Total Return Fonds 4,0%
  • Unternehmensanleihen Investment Grade 12,5%
  • Nachrang 4,5%
  • Global Emerging Markets 9,6%
  • Asset Backed Securities 3,3%
  • Loans 1,5%

Die Studie empfiehlt den weiteren Ausbau der Immobilienquote. In 2019 ist die Quote über 10% angestiegen, als neue Zielquote sind 11,5% festgelegt worden.

Bei der Aktienquote greift die PKDW den langfristig orientierten Vorschlag der ALM-Studie auf. Die aktuelle Quote von 6,7%, bestehend aus Aktien und Private Equity Investments, soll im Mittelwert um ein weiteres Prozent erhöht werden. Damit wird die Möglichkeit geschaffen, je nach Marktlage den Anteil der Risikoassets weiter zu erhöhen, um der Niedrigzinsphase zu begegnen.

In Erwartung leicht ansteigender Kapitalmarktzinsen soll die Festgeldquote von maximal 5% als taktische Kassehaltung weiter bestehen bleiben, die Zielquote liegt aber bei 0,5%.

Aufgrund reduzierter Risikoprämien wird die Zielquote für Unternehmensanleihen um 1% auf 12,5% reduziert. Das entspricht dem Ergebnis der ALM-Studie, in der die strategische Quote aus 2018 von 16,3% in diesem Jahr taktisch auf 10,9% reduziert wird.

Zudem wird die Loan-Quote aufgrund reduzierter Renditeerwartung ebenfalls um 1% auf 1,5% herabgesetzt, die Studie allokiert keine Loans.

Im Auslagerungsmandat, in dem ein Teil des Direktbestandes verwaltet wird, besteht eine ABS Quote, die um 1% ausgeweitet werden soll und eine Zielquote von 3,3% hat. Hier besteht unseres Erachtens weiterhin ein attraktives Risiko Return Verhältnis.

Die Duration soll sich nach Empfehlung des Risikomanagements weiterhin in einem Band von +/- 0,75 Jahren um den von uns als Risiko neutral eingeschätzten Wert von 6,75 Jahren bewegen.

Die Quote für strukturierte Papiere macht aktuell 22% der gesamten Kapitalanlagen aus und soll sich weiter in dieser Größenordnung bewegen.

Ökologische, soziale und die Unternehmensführung betreffende Belange finden unverändert Berücksichtigung in der Kapitalanlagestrategie 2020.

Die PKDW berechnet für Risikosteuerung und Risikobewertung regelmäßig für klassifizierte Risiken einen Value at Risk und stellt ihn einer Risikodeckungsmasse gegenüber. Der Wert des Value at Risk darf die Risikodeckungsmasse nicht übersteigen. Die Berechnung erfolgt unter Zugrundelegung einer Wahrscheinlichkeit von 97,5% zur Einhaltung der Überdeckungsvorgabe und eines Betrachtungszeitraums von einem Jahr.

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